Dem Koblenzer und Trierer Konzertpublikum längst bekannt, machte das Schöneck-Ensemble Koblenz-Trier nun nach langer Zeit wieder Station in der Vulkaneifel. Das mit 140 Musikfreunden voll besetzte Forum in Daun erlebte einen Sturm der Begeisterung nach zwei Stunden sehr anspruchsvollem Programm. Dirigent Christopher Wasmuth wurde mit der Serenade für Streicher von Hans Gál seinem Ruf gerecht, immer wieder Stücke von weniger bekannten bzw. bei uns zu Unrecht vergessenen Komponisten aufzuführen. Die Serenade ist ein melodisches, schwungvolles und dichtes Werk, das den strahlenden Glanz schon erahnen ließ, den das Ensemble der 22 Streicher später bei Tschaikowskys großer Serenade voll entfaltete.
Doch zunächst wird nicht nur von den Musikern, sondern auch vom Publikum enorme Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert. Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester erwies sich als aufwühlend, teilweise verstörend, dann wieder nachdenklich, in jedem Fall sehr anspruchsvoll. Das Ensemble und die beiden jungen Solisten wurden den Anforderungen mehr als gerecht und begeisterten das Publikum mit ihrem virtuosen, temporeichen Spiel: Rafael Klepsch am Flügel und Kai Sondermann, Trompete.
Konzertmeister Thomas Krämer führte gut erklärend in alle Stücke ein, was vor allem das Schostakowitsch-Konzert für die Zuhörer überhaupt erst verständlich machte.
Die bekannte Serenade für Streichorchester C-Dur ließ das Publikum aufatmen und sich zurücklehnen und den wunderbaren, kräftigen Streicherklang des Schöneck-Ensembles genießen.
Begeisterter Applaus, als Zugabe ein Lied von Kurt Weill im Tango-Rhythmus, beendeten dieses großartige Konzerterlebnis, das den bewegten Zuhörern im Gedächtnis bleiben wird.



