Erfolgreiche Behandlung am Krankenhaus Maria Hilf Daun: Neunjähriges Mädchen kann wieder laufen - Lions Club Daun beteiligt sich an OP-Kosten -

Daun, Mai 2026 – Für die neunjährige Aisha aus Afghanistan gibt es Grund zur Zuversicht: Zwölf Wochen nach dem Wiederaufbau eines aus- gedehnten Knochendefektes am linken Schienbein zeigt sich der Heilungsverlauf sehr positiv. Bei einer aktuellen Kontrolle im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Krankenhauses Maria Hilf Daun konnte das Mädchen ihr linkes Bein erstmals wieder belasten – ohne Unterarm-gehstützen. 
Aisha war im Rahmen eines humanitären Programms nach Deutschland gekommen und wird seit Dezember 2025 in regelmäßigen Abständen in Daun behandelt. In ihrer Heimatregion Herat litt sie infolge von Mangel- und Unterernährung an einer schweren bakteriellen Knochenentzündung. Ohne medizinische Versorgung hätte dies zu dauerhaften Schäden oder lebensbedrohlichen Komplikationen führen können. 

„Der Heilungsverlauf ist sehr erfreulich. Wir sehen gute Chancen, dass das Bein vollständig ausheilt“, sagt Dr. Andreas Leffler, Leiter des Endoprothetikzentrums. Die Behandlung erfolgte in mehreren Schritten: Zunächst wurde der entzündete Knochen im Bereich des Schienbeins entfernt und durch einen antibiotikahaltigen Platzhalter ersetzt. In einer zweiten Operation wurde körpereigener Knochen in den fast zehn Zentimeter langen Knochendefekt transplantiert. Die noch einliegende Osteosyntheseplatte kann voraussichtlich in rund neun Monaten entfernt werden. 
Zwischen den stationären Aufenthalten lebt Aisha im Friedensdorf International in Oberhausen, wo Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten betreut werden. Die medizinische Hilfe wurde durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ermöglicht. 

Dass Aisha heute diese Fortschritte macht, ist auch dem Engagement zahlreicher Unterstützer zu verdanken. Insgesamt wurden rund 15.000 Euro an Spendengeldern gesammelt. Einen wesentlichen Beitrag leistete wiederholt der Lions Club Daun mit 4.500 Euro.

„Solche Behandlungen sind nur möglich, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagt Geschäftsführer Oliver Zimmer. „Wir sind dankbar für die große Unterstützung aus der Region.“ 
Auch für die behandelnden Ärzte ist der Fall mehr als medizinischer Alltag. Dr. Leffler, der selbst bereits in Afghanistan im Einsatz war, engagiert sich seit Jahren in humanitären Projekten. „Zu sehen, wie ein Kind Schritt für Schritt zurück ins Leben findet, ist etwas Besonderes“, so der Mediziner. 

Für Aisha bedeutet das vor allem eines: mehr Selbstständigkeit im Alltag und die Aussicht, wieder ohne Schmerzen laufen zu können. 

Das Foto zeigt vlnr Dr. med. Andreas Leffler, Thomas Bohne, Präsident LC Daun, Aisha und Oliver Zimmer, Geschäftsführer KH Daun